Tanztheater
Tanztheater verbindet Bewegung, Ausdruck und Erzählung zu einer Kunstform. Sie kommt ohne Worte aus und berührt dennoch tief. Wo Sprache an ihre Grenzen stößt, macht der Körper sichtbar, was in uns vorgeht. Gefühle, Beziehungen, innere Konflikte und Sehnsüchte werden durch Bewegung erfahrbar. Für uns ist Tanztheater mehr als künstlerische Praxis. Es ist ein Raum der Selbstreflexion, der Begegnung und des gemeinsamen Ausdrucks. In diesem Raum finden Menschen unabhängig von Herkunft, Alter oder Erfahrung ihre eigene Sprache über den Körper.
Tanztheater mit der Elbe Grundschule
Siehst du mich!
Was passiert, wenn Gefühle durch Körper, Gruppen und Räume wandern? Genau dieser Frage geht unser neues Tanztheater-Projekt nach. Im Zentrum steht die Bewegung als Sprache. Es geht um Nähe und Distanz, Konflikt und Harmonie, Unsicherheit und Zugehörigkeit. Das sind innere Zustände, die wir gemeinsam sichtbar und spürbar machen.
Worum es geht
Ausgangspunkt des Projekts ist die Beobachtung, dass Emotionen sich nicht nur in uns, sondern auch zwischen uns bewegen. Das zeigt sich in der Art, wie wir aufeinander zugehen, uns entziehen, Raum teilen oder Raum beanspruchen. Unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer entwickeln daraus eine eigene Tanztheater-Choreografie. Sie verbindet Bewegung, Musik und teilweise Sprache miteinander.
Wie wir arbeiten
Die Gruppe arbeitet in mehreren kleineren Ensembles. Jedes Ensemble entwickelt sein eigenes Bewegungsmaterial und einen eigenen emotionalen Schwerpunkt. Dabei wechseln sich Einzelarbeit und Improvisation mit Partner- und Gruppenarbeit ab. Bewusst eingesetzte Mittel geben der Choreografie ihre Ausdruckskraft. Dazu gehören Wiederholung und Kontraste zwischen schnell und langsam, laut und leise. Dazu gehört auch das Spiel mit Nähe und Distanz im Raum. Musik und Klang setzen emotionale Impulse und strukturieren den Rhythmus der Szenen. Manchmal setzt auch bewusste Stille solche Impulse.
Regelmäßige Feedback- und Reflexionsrunden gehören für uns fest zum künstlerischen Prozess dazu. Sie schärfen die Wahrnehmung der Tänzerinnen und Tänzer für sich selbst und für die Wirkung der gemeinsamen Szenen.
Das Ziel
Am Ende entsteht ein Tanztheaterstück. Es macht innere Zustände sichtbar und lässt gemeinschaftliche Dynamiken erfahrbar werden. In diesem Stück verbinden sich Körper, Emotion, Raum, Musik und Gruppe zu einer gemeinsamen Choreografie.
Gleichzeitig fördert das Projekt die Ausdrucksfähigkeit und das Körperbewusstsein der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Es sensibilisiert für Gruppenprozesse. Dazu gehören Zusammenhalt ebenso wie die produktive Auseinandersetzung mit Spannungen innerhalb der Gruppe.
Besonderer Dank für die finanzielle Unterstützung des Projekts:
Wir danken Ihnen herzlich für Ihre großzügige Unterstützung des Projekts „Siehst du mich?“.
Dank der Marjan-Miklus-Stiftung können wir den Kindern und Jugendlichen in der Elbeschule (Berlin) kreative Ausdrucksmöglichkeiten eröffnen und ihre soziale Integration fördern. Ihre Hilfe bedeutet uns sehr viel und trägt maßgeblich zum Erfolg des Projekts bei.














