Discovery EU+
DiscoverEU ist eine Aktion von Erasmus+. Sie bietet dir die Gelegenheit zu reisen. Dabei kannst du die Vielfalt, Kultur und Geschichte Europas erkunden. Du kannst auch Menschen aus allen Teilen des Kontinents kennenlernen.
Du erhältst einen Travel-Pass für umweltfreundliche Verkehrsmittel wie Züge. In Ausnahmefällen sind auch andere Verkehrsmittel zugelassen. Das gilt zum Beispiel, wenn du auf einer Insel oder in einer abgelegenen Gegend wohnst.
Zudem erhältst du eine Rabattkarte. Sie bietet zahlreiche Vergünstigungen für Unterbringung, Kulturbesuche, Sport, Verkehrsmittel vor Ort und andere Leistungen.

See Europe
Unser 24-monatiges Erasmus+ Projekt „See Europe“ bietet 15 jungen Geflüchteten im Alter von 18 bis 21 Jahren die Möglichkeit, Europa durch eine DiscoverEU-Reise kennenzulernen. Ziel ist es, kulturellen Austausch zu fördern, europäische Werte zu vermitteln und Selbstvertrauen sowie soziale Kompetenzen zu stärken.
Das Projekt bringt junge Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen zusammen und schafft Raum für neue Perspektiven und gemeinsame Erfahrungen im europäischen Kontext.
Gefördert durch Erasmus+ Jugend / JUGEND für Europa.
Wien
Der erste Tag unserer Reise war anstrengend: lange Zugfahrt, sogar mit zweistündiger Verspätung wegen eines kaputten Zuges. Doch genau dabei haben wir uns kennengelernt. In Wien angekommen, fiel uns schnell der Unterschied zu Berlin auf – die Flüsse, der Dialekt, die ganze Atmosphäre. Im Mozart-Museum sind wir tief in seine Geschichte eingetaucht und haben viel Neues erfahren.
Die größte Herausforderung war die Hitze: Unsere Wohnung hatte nur oben eine Klimaanlage, die Ventilatoren halfen kaum. Zum Glück gab es überall kostenloses Wasser und Sprüh-Ventilatoren zur Abkühlung – ansonsten haben wir uns einfach gegenseitig nass gespritzt. Kulinarisch kamen Schnitzel, Kaiserschmarrn und Gulasch nicht zu kurz.
Höhepunkte waren der Besuch im Kursalon, gemeinsames Fußballschauen, Frühstücken und viele Fotos. Insgesamt sind wir an diesem Tag über 25.000 Schritte gelaufen. Kleine Probleme, wie anfängliche Ticketschwierigkeiten im Zug, haben wir gemeinsam gelöst – genau das macht eine gute Projektzusammenarbeit aus.
Budapest
Die Fahrt nach Budapest war viel entspannter als nach Wien. Diesmal gab es keinen kaputten Zug. Wir waren froh. Wir haben schon gemerkt, dass wir uns als Gruppe besser kennen als am Anfang in Wien. Die ersten zwei Tage mussten wir uns trotzdem erst wieder neu einfinden. Jede Stadt bringt ihre eigene Dynamik. Ab dem dritten Tag hat sich die Gruppe richtig zusammengefunden. Man hat gemerkt, wie viel leichter die Absprachen liefen und wie viel mehr Vertrauen da war.
Wir waren drei Nächte in Budapest. Unser Tag hatte immer die gleiche Struktur. Das hat uns Sicherheit gegeben. Am Vormittag haben wir gemeinsam gefrühstückt. Entweder hat eine Gruppe das Frühstück vorbereitet, oder wir haben alle mitgeholfen. Dabei haben wir gleich den Tag geplant: Wer wohin will und was noch organisiert werden muss. Mittags sind wir losgezogen, raus aus der Unterkunft, um Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Wir haben wirklich fast alle wichtigen Sehenswürdigkeiten Budapests gesehen. Dazu gehören die Fischerbastei, die Kettenbrücke, der Burgpalast, das Parlamentsgebäude, die Große Synagoge, die Matthiaskirche, die Zitadelle auf dem Gellértberg, der Heldenplatz und die Vajdahunyad-Burg. Außerdem sind wir am Donauufer entlang spaziert. Wir haben die Stadt von beiden Seiten gesehen, von Buda und von Pest. Am Nachmittag gab es dann eine Pause, um kurz zu verschnaufen, bevor es abends weiterging. Abends haben wir warm gegessen und danach den Tag gemeinsam reflektiert. Wir haben uns gefragt: Was haben wir gesehen? Was hat uns gefallen? Was nicht?
Bei diesen Abendrunden haben wir auch immer wieder verglichen, wie sich die drei Städte unterscheiden: Berlin, Wien und Budapest. Ein Beispiel ist uns richtig aufgefallen. In Berlin gibt es kaum kostenlose Wasserspender auf der Straße. In Wien gibt es sie dagegen überall. Gerade bei der Hitze war das Gold wert. Auch in Budapest haben wir öffentliche Trinkbrunnen gefunden, wenn auch nicht ganz so häufig wie in Wien. Beim Stadtbild gab es ebenfalls Unterschiede. Berlin wirkt moderner und weitläufiger. Wien wirkt eher klassisch-elegant. Budapest hat mit der Donau noch einmal eine ganz eigene Atmosphäre. Die Donau teilt die Stadt in Buda und Pest. Dazu kommen die vielen Bäder und die Architektur an den beiden Ufern. Solche Vergleiche haben uns geholfen, die Städte besser einzuordnen und eigene Eindrücke in Worte zu fassen.
An einem Tag haben wir selbst gemeinsam gekocht. Das war ein schöner Moment. Alle haben mitgeholfen, wir haben Aufgaben verteilt und standen zusammen in der Küche. An einem anderen Abend sind wir gemeinsam in ein türkisches Restaurant in Budapest gegangen. Auch das hat die Gruppe noch einmal zusammengebracht. An 2 Tagen haben wir das Frühstück komplett selbst in der Gruppe vorbereitet, ohne Hilfe von außen. Das hat gezeigt, wie viel Selbstständigkeit in der Gruppe mittlerweile da war. Solche gemeinsamen Alltagsmomente tragen spürbar zur Gruppendynamik bei. Das gilt für das Kochen ebenso wie für das Frühstückmachen. Man übernimmt Verantwortung füreinander, muss sich absprechen und Kompromisse finden. Genau das ist ein wichtiger Teil des Lernprozesses in so einem Austausch.
Auch die organisatorischen Aufgaben haben wir unter uns aufgeteilt. Eine Gruppe hat sich um die Sehenswürdigkeiten gekümmert. Sie hat Infos gesammelt und Routen überlegt. Eine andere Gruppe war für den Fahrplan zuständig, also für Öffis, Zeiten und Wege in der Stadt. Eine dritte Gruppe hat sich um die rechtlichen Angelegenheiten gekümmert. Dazu gehörte alles, was an Formalitäten und Absicherung notwendig war. Diese Aufteilung hat gut funktioniert. Jeder wusste, wofür er verantwortlich ist. Dadurch konnte sich niemand aus der Verantwortung ziehen.
Ab zwanzig Uhr hatten wir jeden Abend Freizeit. Jeder konnte selbst entscheiden, was er machen möchte. Man konnte alleine sein, mit anderen quatschen oder noch etwas unternehmen. Auch das war Teil des Projekts: Freiraum zu bekommen und selbstständig damit umzugehen. Insgesamt hat man gemerkt, wie die Gruppe von Tag zu Tag zusammengewachsen ist. Neue Kulturen, neue Sprache und neue Kontakte haben einen jeden Tag ein bisschen selbstständiger und offener gemacht. Genau das ist der Kern von Erasmus+ Discovery KA155. Es geht darum, neue Kulturen kennenzulernen, Selbstständigkeit zu entwickeln und über Sprache und gemeinsames Erleben Kontakt zu Menschen aufzubauen.
Bratislava Diaries. Erasmus+ Discovery.
Die Anreise war… nun ja, sagen wir mal spannend. Die Zugverbindung von Budapest nach Bratislava hat uns ordentlich auf die Probe gestellt, aber am Ende hat’s die Gruppe gemeistert.
Unser Programm:
Von der Bratislavaer Burg aus hatten wir einen Blick über die Donau. Wir sind durch die verwinkelten Gassen der Altstadt gebummelt. Wir haben das Michaelertor erkundet. Das Hlavné námestie ist perfekt für einen Kaffee zwischendurch. Wir haben die berühmte Blaue Kirche fotografiert. Wir haben Čumil gesucht und gefunden. Das ist der Typ im Gully! Der Sonnenuntergang vom UFO Tower war das Highlight.
Das beste Erlebnis? Wir kamen mit Einheimischen ins Gespräch. Dabei wurden wir spontan zum Tanzen eingeladen. Genau das macht Erasmus+ aus: echte Begegnungen, echte Momente.
Kulinarisch durften Bryndzové halušky natürlich nicht fehlen.
Danke Bratislava! Es war unvergesslich!
Prag
Nächste Station unserer Erasmus+ Discovery-Reise: Prag!
Die Anreise von Bratislava nach Prag verlief entspannt. Schon bald standen wir mitten in der „Goldenen Stadt“.
Unser Programm.
Wir haben die Karlsbrücke überquert. Von dort hatten wir einen Blick auf die Moldau und die vielen Statuen. Wir haben die Prager Burg erkundet. Sie ist die größte Burganlage der Welt. Am Altstädter Ring waren wir pünktlich zum Stundenschlag bei der Astronomischen Uhr dabei. Wir haben die Teynkirche fotografiert. Ihre markanten Türme sieht man aus der ganzen Altstadt. Wir sind den Wenzelsplatz entlanggebummelt. Wir sind auf den Petřín-Turm gestiegen. Von dort hatten wir einen tollen Ausblick über ganz Prag. Außerdem haben wir einen Spaziergang entlang der Moldau gemacht.
Das beste Erlebnis? Zu spüren, wie sehr diese Stadt aus Geschichte besteht, an jedem Gebäude und in jeder Gasse. Genau das hat uns als Gruppe fasziniert. Genau das macht Erasmus+ Discovery aus: neue Kulturen entdecken und ihre Geschichte hautnah erleben.
Kulinarisch durften Trdelník, Svíčková und Gulasch natürlich nicht fehlen.
Danke, Prag! Es war unvergesslich!
Wir haben so viele aufregende Dinge vor, seien Sie die erste, person, die davon erfährt!










































